Bauchtragen

Baby-Bauchtragen – Hüfttragen

Eine andere Alternative zum Tragetuch ist die Babytrage, oder auch Hüft- oder Bauchtrage genannt, eine weitere Möglichkeit, das Kind am Körper zu tragen. Die Entscheidung, ob Tragetuch oder Babytrage, muss jeder für sich entscheiden und ausprobieren, was einem mehr liegt.


Baby BauchtrageManchen sagt die Babytrage mehr zu, weil sie diese nicht kompliziert um den Körper wickeln und knoten müssen, wie es beim Tragetuch der Fall ist. Sie wird wie ein Rucksack auf den Brustkörper geschnallt und schon ist das Baby geborgen und sicher untergebracht. Natürlich muss man hier zuerst die Gurtlängen einstellen. Will der Partner dieselbe Hüfttrage benutzen, muss man die Gurte dementsprechend öfter ausrichten.
Wie auch das Tragetuch darf die Bauchtrage gleich nach der Geburt eingesetzt werden.

Beim Kauf des geeigneten Modells ist einiges zu beachten, damit weder die Gesundheit der Mutter- oder auch der Vaters- noch die des Säuglings gefährdet werden.

Sehr wichtig ist, dass der Blick des Säuglings in einer Trage nie nach vorne gerichtet ist, sondern es immer mit dem Gesicht der Mutter oder dem Vater zugewandt ist.
Bis mindestens sechs Monaten wird empfohlen, Face-to-face zu tragen. Denn so lernt das Kind die Mimik der Eltern, was wichtig für die eigene Entwicklung ist.
Auch ist so eine Reizüberflutung ausgeschlossen und das Baby bleibt ausgeglichener und ruhiger, weil es dann nicht zu viele neue Reize verarbeiten muss- was sich oft in einem wahren „Schreikonzert“ äußert.

 

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass das Baby seine natürliche Köperhaltung, die sogenannte M-Haltung, auch in der Babytrage beibehalten sollte: Wirbelsäule leicht gekrümmt, die Beinchen in Hockstellung bis etwa zum Nabel  angezogen. So bilden Po und Beine ein großes M, die Hüfte wird nach vorne geschoben und eine Fehlstellung der Hüfte wird vermieden.

Das Köpfchen des Säuglings muss in jedem Fall fest gestützt werden und nicht locker baumeln dürfen.
Je nach Modell muss man einen extra Einsatz für Neugeborene dazukaufen.
Bei manchen Modellen ist dieser Einsatz in Form eines verlängerten Rückens bereits integriert.
Kann das Kind das das Köpfchen selber stabil halten, muss das Rückenteil nicht mehr so hoch geschlossen werden.

Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass die Babytrage aus schadstofffreien Materialien besteht und auch die Farbe speichelecht ist.

Für die Mutter ist es wichtig, dass die Träger und Gurte breit und gepolstert sind, damit sie nicht einschneiden. Auch sollten die Gurte einfach zu erreichen und zu schließen sein, denn es ist ja nicht immer jemand da, der eine Schnalle auf dem Rücken schließen kann. Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn die Träger schnell und einfach verstellt werden können, wenn sich beide Elternteile abwechseln möchten.
Die Träger sollten nicht von den Schultern rutschen können, damit die Sicherheit des Säuglings gewährleistet bleibt.
Dazu gibt es entweder einen extra Gurt, der die beiden Träger zusammenhält, oder die Träger sind in X-Form gemacht und werden überkreuzt angezogen. Dies ist je nach Modell unterschiedlich.

Sehr geschickt ist es, wenn die Bauchtrage sehr klein zusammengefaltet werden kann, um diese überallhin mitzunehmen, falls doch Bedarf entsteht.
Manche Modelle lassen sich auf Handtaschengröße zusammenklappen, andere wiederum sind stabil und fest, vergleichbar mit einem guten Rucksack. Auch hier kommt es auf den Geschmack und die Vorlieben an.

 

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