Tragetücher

Das Baby-Tragetuch

Immer öfter sieht man auf der Straße Eltern, die ihr Kind nah am Körper tragen. Sei es in einem Tragetuch oder einen speziellen Babytrage. Vor der Jahrtausendwende war dies ein ungewohnter Anblick und hat sich erst im letzten Jahrzehnt wieder vermehrt durchgesetzt. Dabei ist dieses Konzept sehr alt, denn bereits in der Antike haben sich Mütter ihre Kinder auf den Rücken oder den Bauch gebunden.

TragetuchNoch Heute werden Kinder in Asien oder Afrika mit einem Tragetuch am Körper getragen, selbst bei der täglichen Arbeit.

Laut Forschungen bietet das Tragen des Säuglings sehr viele Vorzüge.

Durch den engen Körperkontakt hat das Kind hat ein Gefühl von Sicherheit, das es im Mutterleib verspürte und so wird das Urvertrauen schon im Säuglingsalter stark geprägt und wirkt sich im späteren Leben positiv auf das Kind- und später den Erwachsenen aus.

Beim Tragen werden die gesamte Muskulatur und die Wirbelsäule des Säuglings gestärkt und bei der richtigen Bindetechnik kann auch die Körperhaltung der Mutter verbessert werden.

Hinzu kommt noch der Vorteil, dass die Mutter beide Hände frei hat, um andere Dinge- wie zum Beispiel den Haushalt- zu erledigen, und das Kind dennoch ständig bei sich hat.

Unterwegs kann das Baby im Tragetuch unter der Jacke getragen werden. Durch die Körperwärme ist das Baby geschützt und die Mutter ist in ihren Bewegungen nicht eingeschränkt. Natürlich kann das Tragetuch auch über die Jacke gebunden werden, doch sollte hier beachtet werden, dass das Kind der Temperatur angemessen gekleidet werden sollte.

Durch die verschiedenen Bindearten des Tragetuches gibt es für jedes Alter die optimale Technik, um den Säugling so an den Körper zu binden, dass es für Mutter und Kind bequem und gesund ist.

Bereits gleich nach der Geburt kann das Tragetuch zum Einsatz kommen.


 

So wird gleich nach der Geburt das Kind gerne im „ Wickelkreuz“ getragen. Dabei ist das Baby aufrecht mit zugewandtem Gesicht an den Brustkörper der Mutter (oder auch des Vaters) gebunden, sodass der Rücken und das Köpfchen fest gestützt sind.

Nicht weniger beliebt ist die sogenannte „ Wiege“. Dabei wird das Tragetuch so gewickelt, dass es vor dem Oberkörper der Mutter wie eine Wiege hängt, in die das Kind hineingelegt wird. Natürlich wird es so gebunden, dass das Kind sicher darinnen liegt und nicht herausfallen kann.

Ist das Kind etwas älter, kann es mit dem Tragetuch seitlich auf die Hüfte der Mutter gebunden werden. Diese Haltung kann sich auch positiv auf die Entwicklung der kindlichen Hüftgelenke auswirken.

BabytragetuchSobald der Säugling das Köpfchen selbstständig halten kann, kann man es mit dem Tragetuch auf dem Rücken tragen, ähnlich wie in einem Rucksack. So ist das Blickfeld für das Kind größer, es hat die Hände frei und bei Bedarf kann es sich noch eng an Mamas Rücken kuscheln.

Oft werden Kinder so bis zu zwei oder auch drei Jahren getragen. Solange Eltern und Kind es möchten, ist es durchaus sinnvoll, das Tragen im Tragetuch nicht aufzugeben.

Tragetücher gibt es in unterschiedlichen Längen. Welches die richtige Länge ist, entscheidet die Körper- und Konfektionsgröße der Trägerin oder der Trägers. Möchten Mutter und Vater ein gemeinsames Tuch benutzen, sollte das Tuch in der Länge des größeren Elternteiles gekauft werden.

Ein gutes Tragetuch zeichnet sich durch die Stoffauswahl aus.

Es beginnt bereits bei der Webtechnik des Stoffes. Es sollte diagonalelastisch gewebt sein, jedoch nicht dehnbar, um so ein Ausleiern zu vermeiden.

Auch die Tuchkanten des Tragetuches sollten robust verarbeitet sein und nicht bereits nach einigen Tagen ausfransen. Sobald die Kanten beginnen zu fransen, verliert der Stoff nach und nach seine Stabilität.

Auch sollte beachtet werden, dass Tragetücher frei von Schadstoffen, fusselfrei und die Farben speichelfest sind, um das Baby keinen unnötigen Risiken auszusetzen.

 

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